Blühende Wiesen sind ein Kulturgut. Wenn sie einmal zerstört wurden, sind sie fast nicht wieder herzustellen. Seit 12 Jahren bemühe ich mich diesen ehemaligen Acker zu einer artenreichen Wiese zu verwandeln. Nach viel Geduld führt es langsam zum Erfolg und etwa 50 Pflanzenarten haben hier dauerhaft Heimat gefunden. Aber selbst das ist noch weit entfernt von einer alteingesessenen Blühwiese. Folgende Methoden wurden angewandt:



1. Erstmaliges Einsähen einer Wiesenblumenmischung.
Erst freut man sich, denn das nächste Jahr führt zu einer Blütenpracht ohnegleichen. Doch in wenigen Jahren haben sich Gräser und wenige Arten breitgemacht. Der Grund: Der Boden ist überdüngt.
2. Regelmäßiges Sensen und Abtransport des Mähgutes.
So wird der Boden langsam magerer. Das Sensen findet spät im Jahr statt, frühestens ab dem 1. Juli, so dass sich die Samen teilweise schon ausgesäht haben.
3. Inseln
Beim Sensen können Inseln, wo zum Beispiel Margeritten oder Skapiosen blühen, ausgespart werden.
4. Nachsaat.
Kleinere Bereiche werden von Zeit zu Zeit aufgehackt oder mit Erde angefüllt (bei mir die alte Pflugfurche) und von neuem mit Samen eingesäht. Gut ist es diese Samen in der Umgebung zu sammeln, um um angepasste heimische Sorten echter Wildblumen zu erhalten. Langsam etablieren sich auf diese Weise einige Sorten, bei uns z.B. Laabkraut, Dost, Lichtnelke, Wiesenschaumkraut…
5. Einpflanzen
Manche Sorten konnte ich nur durch Ausgraben und Einpflanzen ansiedeln, so zum Beispiel die Herbstzeitlose und die Akelei.

Ein Stück Wiese unter einem blühenden Kirschbaum neu eingesäht.
Beweidung findet nur sporadisch statt.

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